Zehntausende in Vilnius: Historische Proteste stoppen umstrittene Medienreform
In der litauischen Hauptstadt Vilnius sind Zehntausende Menschen gegen die Regierung auf die Straße gegangen.
Die Proteste richten sich gegen eine geplante Reform des Rundfunkgesetzes, die laut Kritikern die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Senders “LRT” massiv gefährdet.
Anfang des Monats erreichten die Proteste ihren vorläufigen Höhepunkt, als sich am 9. Dezember mehr als 10.000 Menschen vor dem Parlament versammelten. Auch in den darauffolgenden Tagen, insbesondere während der offiziellen “drei Tage des Protests” vom 16. bis 18. Dezember, kam es zu massiven Kundgebungen.
Aufgrund des starken öffentlichen Drucks wurde die für den 18. Dezember geplante entscheidende Abstimmung im Parlament vorerst vertagt. Trotzdem versammelten sich am Freitagabend erneut zahlreiche Menschen auf dem Unabhängigkeitsplatz – die Lage bleibt angespannt. Es handelt sich dabei um die größten Demonstrationen in Litauen seit der Unabhängigkeit im Jahr 1990.
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