“Aufgrund der Bedrohungslage” – Bundeswehr plant mehr Tierversuche
Auf der Bundespressekonferenz am Mittwoch stand das Bundesverteidigungsministerium zu Berichten über Tierversuche bei der Bundeswehr Rede und Antwort. Zuvor hatte die “Rheinische Post” über die Antwort des Ministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Fraktion Die Linke berichtet. Demnach rechnet das Ministerium aufgrund der “veränderten geopolitischen Lage” bis 2029 mit einem Anstieg entsprechender Forschungsvorhaben.
Im Zentrum der Befragung bei der Bundespressekonferenz stand die Frage, warum die konkreten Zahlen der Versuchstiere für die Jahre 2020 bis 2025 als Verschlusssache eingestuft wurden. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums Mitko Müller betonte, dass alle Tierversuche streng nach geltendem Tierschutzrecht erfolgen. Sie dienten vor allem dem Schutz sowie der medizinischen Versorgung von Soldaten – etwa bei der Entwicklung von Impfstoffen oder Schutzmaßnahmen gegen Kampfstoffe. Eine Veröffentlichung der konkreten Daten lehnt der Sprecher jedoch mit Verweis auf das “Staatswohl” ab.
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