Versailler Iran-Abkommen zum Trotz: Israel setzt Beschuss des Südlibanons fort
Obwohl US-Präsident Donald Trump am Mittwochabend im französischen Versailles eine Absichtserklärung für ein Friedensabkommen mit Iran unterzeichnet hat, setzte Israel noch am selben Tag den Beschuss des Südlibanons fort.
Betroffen ist die Gemeinde Kfar Tebnit, die im libanesischen Gouvernement Nabatäa liegt. Libanesische Medien berichten von Luftangriffen sowie Artillerie- und Phosphorbeschuss.
Das Iran-Abkommen sieht eine sofortige Waffenruhe – auch im Libanon – vor, an die sich auch die “Verbündeten” der USA und Irans halten sollen. Seit Beginn der Eskalation der israelischen Kampfhandlungen am 2. März sind laut dem libanesischen Gesundheitsministerium in der Zeit bis zum 17. Juni 3.884 Menschen getötet und 11.856 verwundet worden – ein Umstand, den sogar Trump selbst im Rahmen einer Kritik an Israel Anfang der Woche lamentierte.
Experten und Politologen spekulieren derzeit darüber, wie und ob US-Präsident Trump imstande sein wird, Israel als Verbündeten zur Waffenruhe zu bewegen.
Innerhalb von 60 Tagen soll das finale Friedensabkommen zwischen Iran und den USA unterzeichnet werden.
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