Wagenknecht zum Krieg gegen Iran: Demokratie herbeibomben ist “Beleidigung unserer Intelligenz”
Sahra Wagenknecht hat am Mittwochabend auf einer Wahlkampfveranstaltung in Mainz die militärische Eskalation gegen Iran thematisiert. Die BSW-Politikerin, die innerhalb ihrer Partei die Grundwertekommission leitet, verdeutlichte dabei, dass die aktuellen Angriffe lediglich gescheiterte Muster der westlichen Außenpolitik wiederholten und die Lage weiter verschlimmerten.
Mit Blick auf die Ermordung des 86-jährigen Ajatollah Chamenei sagte sie: “Dessen Lebenszeit war sowieso begrenzt, er hatte Krebs – jetzt haben sie ihn zu einem Märtyrer gemacht.” Da er zudem das religiöse Oberhaupt der Schiiten war, warnte Wagenknecht davor, dass solche Maßnahmen “Rachekommandos” inspirierten und zu Terroranschlägen führten, die “sogar in unserem eigenen Land” möglich seien.
Unter Verweis auf frühere Interventionen im Irak, in Libyen und Afghanistan betonte sie, dass militärische Gewalt dort keineswegs zu stabilen Verhältnissen, sondern lediglich zu “Morden und Chaos – Failed States, Bürgerkriegen” geführt habe. Die Vorstellung, man könne Freiheit und Demokratie gewaltsam herbeibomben, bezeichnete sie als “Beleidigung unserer Intelligenz”. Als Konsequenz forderte sie, die logistische Unterstützung für derartige Einsätze über US-Militärstützpunkte in Deutschland einzustellen.
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