US-Außenminister besucht Türkei: Erdoğan zeigt kalte Schulter
US-Außenminister Antony Blinken hat sich vor dem Hintergrund des Kriegs im Nahen Osten mit seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan in Ankara getroffen. Das Gespräch fand am Montag unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Bei dem Treffen ging es in erster Linie um die Lage im Gazastreifen und eine mögliche humanitäre Feuerpause, wie sie Blinken fordert. Im Zuge des Besuchs fand vor der US-Botschaft in Ankara ein Protest statt, der sich gegen die US-Außenpolitik richtete.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan zeigte Blinken unterdessen die kalte Schulter. Erdoğan setzte trotz des Besuchs aus Washington seine Reise durch den Nordosten der Türkei fort und fand keine Zeit für den US-Außenminister. Die Beziehungen der beiden Länder haben sich seit dem Kriegsausbruch zunehmend verschlechtert: Die USA warten weiter auf die Ratifizierung des schwedischen NATO-Beitritts durch die Türkei. Zudem hat Washington Sanktionen gegen türkische Personen und Unternehmen erlassen, die US-Angaben zufolge Russland bei der Umgehung der internationalen Sanktionen helfen.
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