Türkei unter Schock: Schütze tötet sechs Menschen in Mersin
Im Süden der Türkei hat ein bewaffneter Täter mindestens sechs Menschen getötet und acht weitere verletzt. Nach Angaben der Behörden eröffnete der 37-jährige Verdächtige in mehreren Orten rund um Tarsus in der Provinz Mersin das Feuer.
Medienberichten zufolge soll der Mann zunächst seine Ex-Frau erschossen haben, bevor er in einem Restaurant den Besitzer und einen Angestellten tötete. Später kamen demnach weitere Menschen ums Leben, darunter ein Jugendlicher und ein 50-jähriger Mann. Präsident Recep Tayyip Erdoğan bestätigte die Opferzahlen und sprach den Angehörigen sein Beileid aus.
Die Polizei leitete eine groß angelegte Fahndung mit Hubschraubern und Drohnen ein. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur “Anadolu” nahm sich der Verdächtige schließlich das Leben, nachdem Sicherheitskräfte sein Versteck umstellt hatten. Die Behörden erklärten zudem, der Mann habe eine Vorgeschichte mit Drogenproblemen und psychischen Erkrankungen gehabt.
Der Vorfall sorgt erneut für Diskussionen über Waffengewalt in der Türkei. Erst im vergangenen Monat hatten zwei schwere Amokläufe an Schulen im Süden des Landes landesweit Entsetzen ausgelöst.
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