Sprit über 2 Euro: Nahostkrieg treibt Energiepreise – Merz hält an Sanktionen fest
Die Energie- und Spritpreise sind EU-weit deutlich gestiegen – als Haupttreiber werden der Krieg gegen den Iran und die Sperrung der Straße von Hormus genannt. In Deutschland lagen Super E10 und Diesel zuletzt im Schnitt bei über 2 Euro pro Liter; laut einer Forsa-Umfrage erwarten 77 Prozent der Bürger nun rasche Gegenmaßnahmen der Regierung.
Die Bundesregierung sieht bislang keinen akuten Handlungsbedarf, prüft aber eine mögliche Preisbremse an Tankstellen, bei der Preise nur einmal täglich erhöht werden dürften. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen räumte ein, dass Gaspreise seit Kriegsbeginn um 50 Prozent und Ölpreise um 27 Prozent gestiegen seien. Bundeskanzler Friedrich Merz lehnt dennoch eine Lockerung der Russland-Sanktionen zur Preisdämpfung ab.
Kritik kommt unter anderem vom BSW, das der Bundesregierung Untätigkeit vorwirft. Ungarn und die Slowakei sprechen sich erneut für russische Energielieferungen aus. Der Ökonom Dr. Eike Hamer warnt im Interview, Europas Abhängigkeit von globalen Märkten mache den Kontinent besonders anfällig für Preisschocks.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 12. März 2026]
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