Regierung setzt auf Aktivrente – Experten warnen vor größerer Ungleichheit
Die Bundesregierung will, dass die Deutschen länger arbeiten – mit der neuen “Aktivrente”. Berufstätige Rentner sollen künftig bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei hinzuverdienen können. So will die schwarz-rote Koalition ältere Arbeitnehmer motivieren, länger im Job zu bleiben.
Doch das Vorhaben stößt auf Kritik. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) warnt, die Reform könne die Ungleichheit im Alter vergrößern. Von der Steuerbefreiung profitierten vor allem Menschen, die ohnehin weiterarbeiten können oder möchten. Zudem drohten dem Staat Steuerausfälle von rund 800 Millionen Euro jährlich.
Gleichzeitig wächst das Misstrauen in die gesetzliche Rente. Laut dem Alltagsvorsorge-Report 2025, erstellt im Auftrag der Deutschen Bank und der Fondsgesellschaft DWS, zweifeln 83 Prozent der Befragten an der langfristigen Stabilität des Rentensystems – vor fünf Jahren waren es erst 54 Prozent.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 7. November 2025]
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