Politikmonitor zeigt: Österreichs Bevölkerung zunehmend frustriert über Regierung
In Österreich wächst der Unmut über die Arbeit der Bundesregierung. Laut dem aktuellen Politikmonitor haben die Regierungsparteien vor der Wahl mehr als 1.600 Versprechen abgegeben – umgesetzt wurden bislang jedoch nur 234. Mehr als 1.300 Zusagen blieben unerfüllt. Viele Bürger äußern deshalb Vertrauensverlust und Kritik am politischen System; sie bemängeln fehlende Verlässlichkeit, mangelnde soziale Rücksicht und eine zunehmende wirtschaftliche Belastung.
Der Frust zeigt sich auch in Zahlen: Während 2018 fast die Hälfte der Befragten das politische System als funktionierend einschätzte, sind 2025 nur noch 30 Prozent dieser Meinung. Die Unzufriedenheit stieg von damals 7 auf heute über 25 Prozent. Ein wesentlicher Faktor ist die hohe Inflation – mit zuletzt vier Prozent liegt Österreich deutlich über dem Schnitt der Eurozone, besonders betroffen sind Energie- und Lebensmittelpreise.
Auch aus der Politik kommt Kritik: Michael Schnedlitz, Landesparteisekretär der FPÖ Niederösterreich, wirft der Regierung Realitätsferne vor. Der Unternehmer und Journalist Chris Veber sieht die größten Schwierigkeiten in den sehr unterschiedlichen Zielsetzungen der drei Koalitionsparteien, was aus seiner Sicht zu politischer Blockade und Vertrauensverlust führe.
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