“Nicht meine Worte” – Al-Scharaa weist 80-Prozent-Wunsch des Kanzlers zurück
In einer Podiumsdiskussion in der Londoner Denkfabrik Chatham House am Dienstag hat Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa öffentlich klargestellt, dass zentrale Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz zu Rückkehrquoten nicht seinen eigenen Worten entsprachen. Al-Scharaa korrigierte damit Darstellungen, die der Kanzler am Vortag nach ihrem Treffen in Berlin wiedergegeben hatte. Die Behauptung, 80 Prozent der syrischen Flüchtlinge würden innerhalb von drei Jahren heimkehren, bezeichnete al-Scharaa als “etwas übertrieben” und als eine einseitige Interpretation der deutschen Seite.
Er knüpfte eine großflächige Heimkehr stattdessen an eine klare Bedingung: Nur durch einen massiven, von Europa unterstützten Wiederaufbau Syriens und Investitionen deutscher Firmen könne die nötige Perspektive für eine freiwillige Rückkehr in Würde geschaffen werden. Ohne diese wirtschaftliche Grundlage seien die von Merz genannten Zielmarken faktisch nicht realisierbar.
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