Nawrocki: “Ich habe es nicht eilig, mich mit dem Verbrecher Putin an einen Tisch zu setzen”
Der Zwist zwischen den zwei höchsten Volksvertretern Polens dauert an. Die Regierung von Donald Tusk möchte sich betreffend der Einladung zum Friedensrat von US-Präsident Donald Trump nicht final festlegen und rät derzeit aus “verfassungsrechtlichen” Bedenken von einer Teilnahme am 19. Februar 2026 ab.
Am Mittwoch hat das polnische Staatsoberhaupt Karol Nawrocki dafür den Nationalen Sicherheitsrat einberufen und an die Regierung Tusks appelliert, eine “konkrete, fundierte Empfehlung vorzulegen, unabhängig davon, wie diese aussehen wird”.
Um jedweder Kritik zuvorzukommen, erläuterte Nawrocki, dass er “als Präsident Polens dazu bereit” sei, sich mit dem “Verbrecher Putin” zu treffen, sofern es “im Interesse des polnischen Staates liegt”. Schließlich kommt es auch bei den UNO-Veranstaltungen zu ähnlichen Treffen auf relativ hoher diplomatischer Ebene, so das Staatsoberhaupt.
Man solle in der polnischen Regierung Tusks damit rechnen, dass es beim neu eingerichteten Friedensrat Donald Trumps sowie beim G20-Gipfel im Dezember – zu beiden wurden sowohl Warschau als auch Moskau eingeladen – ebenfalls zum Kontakt mit der jeweiligen russischen Delegation kommen könne. Er erinnerte daran, “dass Russland ebenfalls in den Entscheidungsgremien der Vereinten Nationen vertreten ist”.
“Bedeutet das, dass wir aus den Vereinten Nationen austreten sollten?”, fragte Nawrocki die anwesende polnische Regierung.
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