Nach Pipeline-Ausfällen: Gaspreise in Europa steigen erneut stark
Trotz des erklärten Ziels der EU, sich von russischen Energielieferungen unabhängig zu machen, bleibt Gas aus Russland ein relevanter Faktor auf den europäischen Märkten, die aktuell stark schwanken. Der russische Energiekonzern Gazprom meldet, dass die Gaspreise in Deutschland und Österreich zeitweise auf über 500 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter gestiegen sind – ein Plus von rund zehn Prozent binnen eines Tages. Seit der Reduzierung russischer Pipeline-Lieferungen ist Europa zunehmend auf teures LNG angewiesen, was die Volatilität weiter erhöht. Kritische Stimmen aus Russland sehen darin eine selbstverschuldete strategische Verwundbarkeit der EU. Im Video analysiert Karin Kneissl, Leiterin des Gorki-Zentrums an der Universität St. Petersburg, die Lage und verweist auf unzureichend gefüllte Gasspeicher, fehlende langfristige Verträge und eine wachsende Unsicherheit bei der Versorgungssicherheit.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 24. Januar 2026]
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