Martenstein: “Ein AfD-Verbot ist das Ende der Demokratie – nicht ihr Schutz”
Unter dem Titel “Prozess gegen Deutschland” hat der Schweizer Regisseur Milo Rau am Hamburger Thalia Theater ein gewagtes Experiment inszeniert.
Echte Juristen, Politiker und Experten verhandelten darin öffentlich über die brisante Frage eines AfD-Verbots. Dabei trat als “Sachverständiger” der Kolumnist Harald Martenstein auf – früher bei Zeit und Tagesspiegel, heute bei Welt und Bild.
Seine Rede sorgte im Saal für eine spürbar geladene Stimmung unter den Anwesenden. Darin verteidigte er den demokratischen Pluralismus und kritisierte den “Kampf gegen Rechts” als einen Kampf gegen eine legitime demokratische Säule.
Er erinnerte daran, dass Positionen wie Patriotismus, Skepsis gegenüber der EU oder eine restriktive Migrationspolitik in anderen westlichen Demokratien wie Dänemark oder Australien völlig normal sind.
Wer alles “Rechte” zum “Nazitum” erklärt, begeht laut Martenstein einen “historischen Analphabetismus”.
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