Lizenzstreit um Goldmünzen: Somalischer Politiker klagt gegen Bayerisches Hauptmünzamt
Der somalische Abgeordnete und Antikorruptionsbeauftragte Dr. Abdillahi Hashi Abib hat beim Landgericht München Klage gegen das Bayerische Hauptmünzamt sowie zwei deutsche Partnerfirmen eingereicht. Laut Klageschrift sollen die Unternehmen seit 2004 Gold‑ und Silbermünzen Somalia Elefant als Teil der Serie African Wildlife im Wert von “mehreren hundert Millionen Euro” ohne Mandat der Zentralbank Somalias geprägt und als offizielles Zahlungsmittel verkauft haben; Einnahmen für den somalischen Staat gebe es nicht.
Das Hauptmünzamt weist die Vorwürfe zurück: Man habe lediglich im Auftrag des Händlers Emporium Hamburg geprägt, dem “gültige Lizenzen” vorlägen; die behaupteten Stückzahlen seien “unplausibel”. Reinhard Riffel, Leiter des Bayerischen Hauptmünzamts sprach von einem “Scamversuch”. Klägeranwalt Dr. Jonathan Levy kontert, Münze und Partner hätten keine rechtliche Befugnis. Hashi Abib kündigt an, notfalls bis vor den Europäischen Gerichtshof zu ziehen, um “das Geld des somalischen Volkes” einzufordern.
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