Krieg in Nahost: LNG-Anlage Ras Laffan getroffen, Gas verteuert sich
Nach einem iranischen Drohnenangriff muss das staatliche Energieunternehmen Qatar Energy die Produktion an seinem Hauptstandort vorübergehend stoppen. Getroffen wurde der LNG-Terminal Ras Laffan, ein zentrales Umschlagzentrum für Flüssiggas aus dem Nordfeld.
Die Bundesregierung erklärt, Deutschland beziehe aus der Region um die Straße von Hormus keine nennenswerten LNG-Mengen; die Versorgung laufe überwiegend über Pipeline-Gas, vor allem aus Norwegen, sowie über Hubs in Belgien und den Niederlanden. Zugleich sorgt die Eskalation für Preissprünge: Am TTF-Handelspunkt verteuerte sich Gas zeitweise um fast 45 Prozent.
Nach dem Wegfall russischer Lieferungen setzt Europa stärker auf LNG-Terminals – auch in Wilhelmshaven. Der Ökonom Dr. Eike Hamer warnt dennoch vor Folgekosten und möglichen Engpässen, falls die Störungen in der Region länger anhalten.
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