“Kreml sagte 2017, er gehört den Russen” – Lügt Spahn über AfD-Politiker?
Am Donnerstag, dem 29. Januar 2026, hat Bundeskanzler Friedrich Merz eine Regierungserklärung “zu den Ergebnissen des informellen Europäischen Rates am 22. Januar 2026 und zur aktuellen außenpolitischen Lage” abgegeben.
Im Anschluss ergriff auch der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag, Jens Spahn, das Wort. Der ehemalige Bundesgesundheitsminister (2018 bis 2021) kritisierte unter anderem die Oppositionspartei AfD, indem er behauptete, sie strebe “ein schwaches Deutschland und ein schwaches Europa” an, wonach er Folgendes deklarierte: “Sie sind und bleiben eine Putin-Partei.”
Über den AfD-Abgeordneten und außenpolitischen Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, behauptete Spahn: “Über Ihren Spitzenkandidaten Frohnmaier hat der Kreml 2017 geschrieben, Zitat: ‘Der gehört zu uns, und den haben wir absolut unter Kontrolle.’ Markus Frohnmaier zieht wahrscheinlich eher in die Duma ein als in den Stuttgarter Landtag.”
Spahn bezieht sich auf eine 2019 vom Magazin Spiegel veröffentlichte “Recherche”. Das Fazit des seitenlangen “Berichts”, der unter Beteiligung mehrerer Medien entstanden und medial aufgeblasen worden war: Ein Mitarbeiter eines Hinterbänklers der Duma hatte in einer E-Mail an die Präsidialverwaltung geschrieben, dass der damalige AfD-Hinterbänkler Frohnmaier bestimmt bald unter “absoluter Kontrolle” stehen werde.
Anders als von Spahn behauptet, hat “der Kreml” nichts dergleichen über Frohnmaier geäußert.
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