Klingbeil: Migration stabilisiert Sozialsysteme – Mehrarbeit muss sich wieder lohnen
Deutschlands Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat am Mittwoch in einer Grundsatzrede erklärt, dass die Migration der vergangenen Jahre die deutschen Sozialsysteme “erheblich” stabilisiere. Bei seinem Auftritt in der Berliner Bertelsmann Stiftung betonte er, dass die Zahl der Erwerbstätigen ohne Zuwanderung bereits seit Jahren sinken würde. Gleichzeitig stellte er klar, dass Migration allein nicht genüge, um den Arbeitsmarkt langfristig abzusichern.
Klingbeil forderte daher umfassende Strukturreformen und kritisierte die hohe Teilzeitquote – insbesondere bei Frauen – sowie den verfrühten Renteneintritt. Er zeigte sich überzeugt, dass viele Menschen eigentlich mehr arbeiten wollen, das aktuelle Steuer- und Transfersystem jedoch falsche Anreize setze. Es müsse künftig deutlich spürbar sein, dass sich Mehrarbeit wieder lohne.
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