“Das ist die Tragödie des Krieges” – Israel beschießt Flüchtlingslager im Gazastreifen
Am Dienstag hat die israelische Armee das dicht besiedelte Flüchtlingslager Jabalia im Norden des Gazastreifens beschossen. Hunderte Zivilisten wurden dabei getroffen, mehrere Gebäude zerstört. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza beläuft sich die Zahl der Todesopfer auf 50 und die Zahl der Verletzten auf 150. Ein nahe gelegenes Krankenhaus meldete jedoch 400 Verletzte und mindestens 120 Tote.
Die israelische Armee behauptet, militärische Einrichtungen der Hamas getroffen und einen hochrangigen Hamas-Kommandeur getötet zu haben. Die Hamas dementierte jedoch Medienberichten zufolge die Anwesenheit eines ihrer Führer in dem Flüchtlingslager.
In einem Interview für “CNN” gab ein Sprecher der israelischen Streitkräfte (IDF), Oberstleutnant Richard Hecht, auf Nachfrage des Reporters zu, dass das Militär von der Anwesenheit der Zivilbevölkerung in dem Flüchtlingslager wusste. “Das ist die Tragödie des Krieges”, sagte er.
Der Angriff wurde von humanitären Organisationen scharf verurteilt und löste eine weitere Welle der öffentlichen Empörung aus. Der US-Politiker David North, Chefredakteur der World Socialist Web Site, nannte den Angriff “Netanjahus Antwort auf die weltweiten Proteste, die ein Ende des völkermörderischen Angriffs auf Gaza fordern”.
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