“Da ist eine Drohne hinter uns” – Israel fängt 20 Gaza-Hilfsschiffe im Mittelmeer ab
In der Nacht zum Donnerstag hat die israelische Marine unweit der Insel Kreta eine internationale Gaza-Hilfsflotte namens “Global Sumud Flotilla” auf dem Weg zum Gazastreifen gestoppt. Erst wurden die Boote und Schiffe von Drohnen verfolgt, während die Kommunikationssysteme an Bord gestört wurden. Israelische Marinesoldaten haben daraufhin die Boote geentert, wie Aufnahmen von Donnerstagnacht zeigen.
Dabei sollen die Israelis Triebwerke und Technik an Bord der Boote vorsätzlich beschädigt haben. Das Handeln Israels wurde von einigen Politikern und Aktivisten verurteilt. So auch von der UN-Sonderberichterstatterin für Palästina, Francesca Albanese, oder vom Ex-Finanzminister Griechenlands, Yanis Varoufakis.
Ungefähr 175 Aktivisten von mehr als 20 Booten wurden von der israelischen Marine festgenommen und nach Israel gebracht. Sprecher der “Global Sumud Flotilla” prangerten diesen “gewaltsamen Einsatz in internationalen Gewässern” stark an, immerhin fand dieser 1000 Kilometer Luftlinie von Israel statt. Des Weiteren hieß es, dass einige Zivilisten nach dem Einsatz der Israelis auf beschädigten, antriebslosen Schiffen zurückgelassen worden sind.
Israel beruft sich bei seinen Beweggründen dagegen auf die vermeintlich ausreichend kommunizierte aber letztendlich völkerrechtswidrige Seeblockade des Gazastreifens. Die “Global Sumud Flotilla” ist mit einer Flotte aus mehreren Dutzend zivilen Booten und Schiffen, darunter Segelboote, unterwegs.
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