Chrupalla: Wenn wir Öl und Gas nur nach moralischen Kriterien kaufen, wird es dunkel in Deutschland
Am 14. April 2026 war der AfD-Co-Vorsitzende Tino Chrupalla im ZDF-Morgenmagazin zu Gast. Mit Blick auf die steigenden Energiekosten forderte er dort neben der Abschaffung der CO₂-Steuer, die “außenpolitische Agenda der Bundesregierung zu überprüfen”.
Er plädierte dafür, die “schädlichen Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland” aufzuheben. Die Nord-Stream-Pipelines müssten so schnell wie möglich repariert und geöffnet werden, um “günstiges Gas aus Russland zu bekommen”.
Als Moderator Andreas Wunn die Frage stellte, ob ein Land, “das ein anderes europäisches Land überfallen und angegriffen hat”, ein verlässlicher Partner in der Energiepolitik sein könne, verwies Chrupalla auf die USA und Israel. Diese hätten schließlich ebenfalls “ein anderes Land überfallen und angegriffen” und seien dennoch Partner Deutschlands.
Wunn wies den Vergleich unmittelbar zurück: “Herr Chrupalla, das kann ja kein Argument sein!”
Chrupalla hielt dagegen und betonte die wirtschaftlichen Folgen einer moralisch begründeten Energiepolitik: “Wenn wir über Moral reden, kann man gerne sagen, als Industrieland Deutschland: ‘Wir kaufen von den Ländern, die völkerrechtswidrige Kriege angefangen und initiiert haben, kein Gas mehr.’ Dann wird’s aber langsam dunkel in Deutschland!”
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