“Bewegender Augenblick” – Erstmals Muezzinruf in Göttingen
In der niedersächsischen Universitätsstadt Göttingen ist am 24. Februar 2026 erstmals ein öffentlicher Muezzinruf erklungen. Anlass war eine von der Stadt und der örtlichen DITIB-Gemeinde organisierte Zusammenkunft, die als “interreligiöses Fastenbrechen der abrahamitischen Religionen” bezeichnet wurde.
Oberbürgermeisterin Petra Broistedt sprach in sozialen Netzwerken von einem “bewegenden Augenblick” und verwies auf die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit. Nach Angaben der Stadtverwaltung war der Ruf zuvor am “Runden Tisch der Religionen” abgestimmt worden. Für eine dauerhafte Genehmigung seien jedoch weitere rechtliche Prüfungen sowie ein Dialog mit der Nachbarschaft erforderlich.
Die DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V.) steht wegen ihrer Unterstellung unter die staatliche Religionsbehörde in Ankara regelmäßig in der Kritik. Kritiker sehen eine zu große Nähe zur türkischen Regierung.
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