23.900 Firmenpleiten: Deutschland rutscht tiefer in die Wirtschaftskrise
Nach einer aktuellen Analyse zeigt die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal weiterhin keine Erholung. Das Ifo-Institut erwartet für dieses Jahr nur noch ein minimales BIP-Wachstum von 0,1 Prozent und hat auch die Prognosen für die kommenden Jahre deutlich nach unten korrigiert. Gleichzeitig erreicht die Zahl der Firmeninsolvenzen den höchsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt: Rund 23.900 Unternehmen mussten im laufenden Jahr Insolvenz anmelden, besonders betroffen sind kleine und mittelständische Betriebe.
Hohe Energiepreise, steigende Kosten, Bürokratie und schwache Nachfrage setzen die Industrie unter Druck. Die Investitionsbereitschaft sinkt spürbar, vor allem in der Auto-, Chemie- und Maschinenbauindustrie. Zugleich bleibt die Inflation ein Belastungsfaktor für Verbraucher. Umfragen zeigen, dass viele Haushalte sparsamer werden und größere Anschaffungen aufschieben. Wirtschaftsexperten warnen, ohne tiefgreifende Strukturreformen drohe der deutschen Wirtschaft eine anhaltende Schwächephase.
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