Trotz geplanter Steuerentlastung: Hohe Standortkosten belasten Luftverkehr
Der Bundestag hat eine Senkung der Luftverkehrssteuer beschlossen. Ab Juli sollen die Abgaben auf Flugtickets wieder reduziert werden, nachdem die Steuer im Mai 2024 deutlich angehoben worden war. Union, SPD und Alternative für Deutschland stimmten für den Gesetzentwurf, Grüne und Linke dagegen. Die endgültige Zustimmung des Bundesrates steht noch aus.
Die Luftfahrtbranche hält die Entlastung jedoch für unzureichend. Vertreter von Ryanair sowie die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen kritisierten, die Bundesregierung habe ihr ursprüngliches Versprechen einer vollständigen Rücknahme der Steuererhöhung nicht eingehalten. Hohe staatliche Abgaben und Gebühren würden weiterhin die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Flughäfen beeinträchtigen.
Auch Branchenvertreter verweisen auf ein rückläufiges Passagieraufkommen und zunehmende Streckenstreichungen. Als Ursachen gelten unter anderem hohe Standortkosten, steigende Kerosinpreise sowie internationale Krisen wie der Nahostkonflikt.
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