Schieflage am Arbeitsmarkt – Bundeswirtschaftsministerin fordert späteren Renteneintritt
Laut dem Statistischen Bundesamt arbeitet knapp ein Drittel der Erwerbstätigen in Deutschland in Teilzeit – vor allem Frauen. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit liegt dadurch mit rund 35 Stunden deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Angesichts des demografischen Wandels fordern Politik und Wirtschaft nun Maßnahmen, um die Rentensysteme langfristig zu sichern. OECD-Generalsekretär Mathias Cormann und Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche sprechen sich für ein höheres Renteneintrittsalter aus
Kritik kommt unter anderem vom Berliner AfD-Abgeordneten Gunnar Lindemann. Er beklagt, dass vor allem viele Alleinerziehende gezwungen sind, in Teilzeit zu arbeiten, aufgrund der begrenzten Kinderbetreueung in Deutschland. Zudem sei der dargestellte Fachkräftemangel nur ein “Vorwand” um von weitaus größeren Problemen wie der drohenden Deindustrialisierung abzulenken.
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