Rekordanlandungen auf Lampedusa: 5.000 Migranten in 112 Booten an einem Tag
Migranten in Rekordzahl sind am Dienstag auf der rund 6.400 Einwohner zählenden sizilianischen Insel Lampedusa angekommen. Lokale Quellen melden mehr als 5.000 Menschen, die auf 112 verschiedenen Booten ankamen. Bei einer der Anlandungen starb ein fünf Monate altes Baby, nachdem es ins Wasser gefallen war.
Am Mittwochmorgen befanden sich fast 6.800 Migranten im Erstaufnahmelager – bei einer eigentlichen Kapazität von knapp 800 Personen.
Inzwischen haben sich sowohl Frankreich als auch Deutschland gegenüber Italien abgeschottet. Der französische Innenminister Gérald Darmanin hat angekündigt, die Grenze zu Italien zwischen Menton und Ventimiglia zu “panzern”. Berlin hat derweil die freiwillige Aufnahme von Asylbewerbern aus Italien “bis auf Weiteres” ausgesetzt. Die Entscheidung wurde laut “Welt” aufgrund der anhaltenden Weigerung Italiens getroffen, sogenannte Dublin-Überstellungen aus Deutschland zuzulassen. Nach geltendem EU-Asylrecht sollen Asylsuchende, die sich ohne Erlaubnis in einen anderen Mitgliedstaat begeben, normalerweise in das Land zurückgeschickt werden, in das sie zuerst eingereist sind.
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