Podoljaka: Frühjahrsoffensiven setzen Gegner an mehreren Frontabschnitten unter Druck
Juri Podoljaka widmet sich in seinem Rückblick auf das Frontgeschehen vom 16. März der gesamten Frontlinie mit Ausnahme des Frontabschnitts Sudscha, den er separat abhandeln möchte.
Im Südwesten, wo südlich der Stadt Saporoschje die Frontlinie den Flussverlauf des Dnjepr verlässt, rücken die russischen Streitkräfte durch gleich drei benachbarte Ortschaften vor. Sollte es gelingen, hier die Front zu durchbrechen und ins Hinterland der ukrainischen Truppen zu gelangen, “liegen die entfernten Zufahrtsstraßen nach Saporoschje schon in greifbarer Nähe”, so Podoljaka.
Auch weiter östlich am Unterlauf des Flusses Woltschja kommt der Gegner immer mehr in Bedrängnis und könnte sich schon bald komplett eingekesselt wiederfinden.
Die viel gepriesene Gegenoffensive der ukrainischen Streitkräfte bei Pokrowsk scheint an ihr Ende gekommen zu sein, da die russischen Erfolge im Gebiet Kursk die Kiewer Befehlshaber dazu gezwungen haben, ihre Drohnenpiloten vom Frontabschnitt Pokrowsk in den Raum Sudscha zu verlegen.
Weiter nördlich rücken die russischen Truppen unaufhaltsam auf dem Hügelkamm westlich des Ballungsgebietes um die beiden letzten, noch unter Kiewer Kontrolle stehenden Großstädte des Donbass Kramatorsk und Slawjansk vor.
Gleich nördlich davon liegt der Frontabschnitt Sewersk, wo die russische Armee an mehreren Orten gut vorankommt – und zwar so gut, dass man den “gesamten Frontabschnitt Sewersk eigentlich schon als Frontabschnitt Kramatórsk bezeichnen kann”, so der aus dem ukrainischen Sumy stammende Blogger und Militäranalyst.
Und sollten die Offensivoperationen im Norden am Fluss Oskol weiterhin so erfolgreich verlaufen wie bisher, werden die russischen Streitkräfte in der Lage sein, ihre Truppen von russischem Territorium aus über Straßen zu versorgen, die den Fluss nicht queren müssen, was von enormem Vorteil wäre.
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