Notstand auf Lampedusa: Tausende Migranten überfordern Insel – Verlegung auf das Festland
Auf der italienischen Insel Lampedusa sahen sich die Behörden gezwungen, den Notstand auszurufen. Grund dafür ist ein Massenansturm von Migranten: Allein am Mittwoch kamen 6.000 Asylsuchende auf der Insel an. Das örtliche Migrationszentrum, das nur für 400 Personen ausgelegt ist, ist überlastet, und die Menschen sind gezwungen, im Hafen unter der sengenden Sonne zu sitzen, mit kaum etwas zu essen oder zu trinken. All dies führt zu wachsenden Spannungen, da viele Migranten versuchen, die Zäune zu überwinden und ohne die notwendigen Kontrollen weiter ins Hinterland der Insel zu gelangen. Auch die Einheimischen sind skeptisch: Schon jetzt übersteigt die Zahl der Migranten die der Einwohner.
Um der Situation Herr zu werden, werden die Flüchtlinge von der Insel gebracht. Rund 700 Migranten wurden heute Morgen laut dem italienischen Roten Kreuz mit Fähren und Polizeischiffen in Richtung Sizilien und aufs Festland befördert. Weitere 2.500 Menschen sollen ihnen im Laufe des Tages folgen.
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