“Nord Stream gesprengt und Druschba lahmgelegt”: Orbán beschuldigt Kiew
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat bei einem Besuch in Washington, D.C. erklärt, Ungarn habe in Abstimmung mit der Slowakei die Treibstofflieferungen an die Ukraine gestoppt. Zuvor hatte Kiew den Transit von russischem Erdöl über die Pipeline Druschba (“Freundschaft”) in die beiden Länder eingestellt.
Orbán warf der Kiewer Führung “politische Erpressung” vor und erklärte, die Ukraine stecke sowohl hinter der Lahmlegung der Druschba-Pipeline als auch hinter der Sprengung von Nord Stream. Zudem sagte er, ein erheblicher Teil der ukrainischen Stromversorgung laufe über Ungarn, und äußerte die Hoffnung, Kiew werde seinen Kurs ändern.
Außenminister Péter Szijjártó forderte zudem die EU-Kommission dazu auf, europäische Interessen zu schützen und die Ukraine an ihre Verpflichtungen aus dem EU-Ukraine-Assoziierungsabkommen zu erinnern, wonach die Energieversorgung von Mitgliedsstaaten der Union nicht gefährdet werden dürfe.
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