“Nein, Putin ist kein Monster” – John Mearsheimer konfrontiert Victoria Nuland
Bei den “Munk Debates”, Kanadas renommierter Debattenreihe zu globalen Themen, lieferten sich Ex-US-Vizeaußenministerin Victoria Nuland und der Politikwissenschaftler John Mearsheimer einen Schlagabtausch über den Ukraine-Krieg.
Das Thema lautete: “Be it resolved, don’t go hunting monsters” (“Sollte beschlossen werden: Geht nicht auf Monsterjagd”). Dies bezog sich auf ein berühmtes Zitat des US-Präsidenten John Quincy Adams aus dem Jahr 1821 zur US-Außenpolitik und Intervention.
Mearsheimer argumentierte bei der Debatte, dass Putin zwar einmarschiert sei, die USA und die NATO-Osterweiterung jedoch die Hauptschuld am Ausbruch des Krieges trügen. Nuland konterte auf der Suche nach billigem Konsens beim Publikum mit der Fangfrage, ob Putin ein “Monster” sei. Mearsheimer antwortete: “Nein, das ist er nicht.”
Nuland gilt als Hardlinerin im Konflikt mit Russland. Sie erlangte unter anderem durch ein geleaktes Telefonat mit dem Slogan “Fuck the EU” weltweite Bekanntheit. Als damalige stellvertretende US-Außenministerin hatte sie den mithilfe nationalistischer Kräfte ausgeführten Maidan-Putsch im Februar 2014 maßgeblich unterstützt. In der Folge dieses Umsturzes kam es zum Aufstand der russischstämmigen Bevölkerung im Donbass und zur Abspaltung der Region, was den Grundstein für den heutigen Krieg legte.
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