Lula: “Trump ist nicht der Weltsheriff – in Brasilien haben wir das Sagen”
Am Mittwoch, dem 9. Juli 2025, hatte US-Präsident Donald Trump per Social-Media-Post Brasilien über verhängte Zölle in Höhe von fünfzig Prozent informiert. Diese seien notwendig, um eine angeblich “sehr ungerechte und nicht reziproke” Handelsbeziehung zu korrigieren. Der brasilianische Präsident kündigte Gegenmaßnahmen an, obwohl Trump damit drohte, die auferlegten Zölle gegebenenfalls zu verdoppeln.
Luiz Inácio Lula da Silva äußerte sich in einem am Freitag veröffentlichten Interview zum Diktat der USA. “Die BRICS ist eine Gruppe von Ländern, die sich für den Globalen Süden einsetzen. Wir sind es leid, dem Globalen Norden untergeordnet zu sein. Wir wollen in unserer Politik unabhängig sein und freier handeln”, erklärte Brasiliens Präsident. Er fügte hinzu, dass die BRICS-Staaten über eine eigene Währung oder den Außenhandel in landeseigenen Währungen diskutieren, um unabhängig vom Dollar zu werden.
Lula gab auch an, Trump solle nicht glauben, dass er zum Weltsheriff gewählt wurde. “Er wurde gewählt, um Präsident der USA zu sein. Innerhalb der USA kann er tun und lassen, was er will. Hier in Brasilien haben wir Brasilianer das Sagen.” Am Donnerstag gingen Brasilianer in São Paulo auf die Straßen, um für ihre Souveränität zu demonstrieren.
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