Lula in Hannover: “Haben es satt, als Dritte-Welt-Land behandelt zu werden”
Bundeskanzler Friedrich Merz und Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva haben am Montag die Hannover Messe 2026 gemeinsam eröffnet. Im Mittelpunkt stand das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen, das am 1. Mai vorläufig in Kraft tritt.
Während Merz die historische wirtschaftliche Dimension betonte, nutzte Lula die Bühne für eine selbstbewusste Ansage: Brasilien habe es satt, als unsichtbares Entwicklungsland wahrgenommen zu werden, und fordere als stabile Wirtschaftsmacht globale Anerkennung.
Beobachter werteten Lulas Pochen auf Respekt auch als späte Antwort auf eine diplomatische Verstimmung vom vergangenen Herbst. Anfang November 2025 hatte der Bundeskanzler nach seiner Rückkehr vom COP30-Vorbereitungsgipfel in Belém für Aufsehen gesorgt. So hatte er auf einem Handelskongress in Deutschland die schnelle Abreise seiner Delegation aus Brasilien öffentlich gelobt – was hohe mediale und politische Wellen geschlagen hatte.
Trotz der Einigkeit beim Handelspakt blieb das Protokoll demonstrativ distanziert. Merz ließ Lula nach den Reden unvermittelt stehen und trat den Messerundgang ohne seinen Gast an. Veranstalter und Polizei wurden von diesem Bruch mit dem Sicherheitskonzept völlig überrascht.
Mehr auf unserer Webseite: https://rtde.press/
Mehr von RT Deutsch
Zum Kanal →
ASEAN-Treffen: Lawrow kündigt Gespräch mit Rubio an
Schlagabtausch zwischen Iran und USA hält an – Kritik wächst auch im US-Senat
Bericht dokumentiert ukrainische Kriegsverbrechen in Konstantinowka
“Kriegsverbrecher, haut ab!” – Proteste gegen Rubio und geplante US-Tech-Zone auf den Philippinen
Regierung erwägt Ausnahmen von der Schuldenbremse für weitere Ukraine-Hilfen