IW-Studie: 2028 fehlen 768.000 Fachkräfte – Schulabgänger meiden zunehmend Ausbildung
Immer mehr Schulabgänger in Deutschland wollen nach dem Abschluss direkt arbeiten statt eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen. Laut der Bertelsmann‑Erhebung Ausbildungsperspektiven 2025 plant fast jedes fünfte Mädchen und jeder fünfte Junge den sofortigen Jobeinstieg; bei Jugendlichen mit niedrigem Schulabschluss ist der Anteil noch höher.
Dabei fehlt es der Wirtschaft bereits jetzt an Fachkräften: Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) waren 2024 bundesweit gut 570 000 Stellen unbesetzt; bis 2028 droht eine Lücke von rund 768 000. Besonders betroffen sind Verkaufs‑, Metall‑ und Erziehungsberufe.
Bildungsexperten warnen vor einem Teufelskreis: Pessimistische Jobchancen, steigender Mindestlohn und hohe Lebenshaltungskosten halten junge Menschen von Ausbildung oder Studium ab, während Unternehmen immer weniger Bewerber finden.
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