“Falsche Besteuerung” – Benzinpreis-Proteste in Irland
Seit Anfang April kommt es in Cork und landesweit in Irland zu Protesten gegen stark steigende Kraftstoffpreise. Auslöser ist der Iran-Krieg, durch den sich die Kosten für Benzin und Diesel erhöht haben.
Demonstranten – angeführt von Lkw-Fahrern und Bauern – blockieren Zufahrten, um auf die Belastung für Betriebe und Verbraucher aufmerksam zu machen. Sie fordern eine Deckelung der Kraftstoffpreise, die Abschaffung der CO₂-Abgabe und den Rücktritt von Premierminister Micheál Martin.
Bei der Räumung der Blockaden kam es zu Konfrontationen mit der Polizei und zahlreichen Festnahmen. In Cork richteten sich die Aktionen besonders gegen die Ölraffinerie in Whitegate – Irlands einzige Raffinerie. Premierminister Martin bezeichnete die Blockaden als “nationalen Sabotageakt”. Über 500 Tankstellen in ganz Irland meldeten inzwischen, dass sie keinen Sprit mehr haben – das entspricht etwa einem Drittel aller Tankstellen in der Republik.
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