“Der Irak gehört weder Saddam noch Iran” – USA verkünden Truppenabzug
US-Präsident Donald Trump sieht in dem neuen irakischen Premierminister Ali al-Saidi den Beginn eines neuen Kapitels in den bilateralen Beziehungen. Am Dienstag verkündete Trump in Washington das von den USA beschlossene Ende der US-Militärmission bis zum 30. September 2026. Künftig soll eine Wirtschaftspartnerschaft im Fokus stehen, bei der man laut dem US-Präsidenten “eine Menge Deals machen, viele Arbeitsplätze für beide Länder schaffen und eine Menge Öl herausholen” werde.
Bezogen auf den Nachbarn Iran erklärte Trump zudem, dass dieser “Tyrann” in der Region ohnehin geschwächt sei. Verteidigungsminister Pete Hegseth untermauerte den Truppenabzug per Videoclip:
“Der Irak gehörte nicht Saddam. Der Irak gehörte nicht Al-Qaida oder dem IS. Und er gehört nicht Iran. Er ist ein starkes, souveränes Land.”
Diese Rhetorik blendet jedoch aus, dass erst der Sturz des sunnitischen Diktators Saddam Hussein durch die USA im Jahr 2003 den Weg für den Einfluss Irans auf die schiitische Mehrheit im Irak geebnet hatte. Im Gegenzug kündigte Premier Al-Saidi an, alle Milizen entwaffnen zu lassen, um das staatliche Gewaltmonopol zu sichern.
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