Bundeskabinett beschließt neues Wehrdienstgesetz
Das Bundeskabinett hat Änderungen am Wehrpflichtgesetz auf den Weg gebracht, um mehr Personal für die Bundeswehr zu gewinnen. Ab 2026 sollen alle volljährigen Männer einen Fragebogen zu ihrer Bereitschaft ausfüllen, für Frauen bleibt dies freiwillig. Ab Juli 2027 wird zudem eine verpflichtende Musterung für Männer eingeführt.
Verteidigungsminister Boris Pistorius begründet die Reform mit der angespannten Sicherheitslage und will die Zahl der Soldaten bis 2035 auf 260.000 erhöhen. Kritiker werfen der Regierung jedoch vor, mit dem Gesetz die Rückkehr zur Wehrpflicht einzuleiten. Während Union und Bundeswehrverband eine Pflicht befürworten, warnen Opposition und Jugendvertreter vor Militarisierung und Freiheitsverlust.
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