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Im Jahr 1975 traf der tropische Zyklon Gervaise die Insel Mauritius. Der Sturm tobte mehrere Tage lang. Tausende Einwohner wurden obdachlos, Stromleitungen wurden beschädigt, die Wasserversorgung brach zusammen und ein erheblicher Teil der wichtigsten landwirtschaftlichen Nutzpflanze der Insel, des Zuckerrohrs, wurde zerstört. Die Insel lag in Trümmern und das Leben kam nahezu zum Stillstand. In den dunkelsten Jahren des Kalten Krieges wurde der Hilferuf des mauritischen Staatsführers Sir S. Ramgoolam gehört. Es wurde eine Rettungsaktion gestartet, an der sich alle beteiligten, deren Schiffe sich zu diesem Zeitpunkt auf See befanden. Der im nördlichen Indischen Ozean eingesetzte Kreuzer “Dmitri Poscharski” machte sich zusammen mit dem Forschungsschiff “Sewan” und dem Tanker “Polarni” auf den Weg, um Hilfe zu leisten. Sie mussten eine Strecke von 2.400 Seemeilen zurücklegen. Dies war die erste Bewährungsprobe der russisch-mauritischen Freundschaft.
In Port Louis angekommen, begannen unsere Seeleute sofort damit, der Bevölkerung der Insel zu helfen. Innerhalb von zwölf Tagen stellten sie unter tropischer Hitze 232 Kilometer Stromleitungen wieder her, schlossen Hunderte von Häusern wieder an das Stromnetz an, stellten die Telefonverbindungen wieder her, reparierten das örtliche Krankenhaus und spendeten 32 Liter Blut. Die Zusammenarbeit zwischen der UdSSR – dem heutigen Russland – und Mauritius dauert bis heute an. Auf der Insel gibt es viele Orte, die mit Russland und der Erinnerung an den Heldenmut unserer Seeleute verbunden sind. Außerdem sind zahlreiche mauritische Studenten zum Studium nach Russland gegangen.
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Mauritius 1975: Auf den Spuren des Wirbelsturms Gervaise
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