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Der nachgeholte China-Besuch von Bundesaußenminister Johann Wadephul hat kaum greifbare Ergebnisse gebracht. In Peking sprach er mit Außenminister Wang Yi über Handelsfragen, Chinas Nähe zu Russland und die Ukraine-Krise. Wadephul selbst räumte ein, dass auf dem Weg zu einem “erfolgreichen Dialog” mit China noch “viel Arbeit” nötig sei. Peking vermied konkrete Zusagen zu den deutschen Forderungen und betonte stattdessen allgemein die langfristige strategische Zusammenarbeit mit Deutschland.
Hintergrund ist die peinliche Absage der ursprünglich für Oktober geplanten Reise, nachdem China Gesprächswünsche der Bundesregierung abgelehnt und zuvor die Rücknahme deutscher Kritik etwa zur Taiwan- und Südchinesischen-Meer-Politik gefordert hatte. Prof. Harald Weyel von der Technischen Hochschule Köln bezeichnet im Interview die jüngsten Staatsbesuche als “Ablenkungsmanöver” und Ausdruck einer europäischen Außenpolitik, die zunehmend zum “fünften Rad am Wagen” Großmächte werde.
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Wirkungslose Diplomatie: Wadephul in China und Merz in Israel als Ablenkungsmanöver
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