Vom Krieg in den Schlamm: Wintersturm verschärft Notlage in Gaza
Die ohnehin prekäre humanitäre Lage im Gazastreifen hat sich durch den Einbruch eines heftigen Wintersturms massiv verschärft.
Rund 1,9 Millionen Binnenvertriebene – nahezu die gesamte Bevölkerung – leben größtenteils in provisorischen Zeltlagern. Sturmböen reißen Unterkünfte nieder und sintflutartige Regenfälle verwandeln die Lager in Schlammwüsten.
Allein durch die Stürme im Dezember wurden Zehntausende Zelte zerstört, teilweise beschädigt oder überflutet. Hilfsorganisationen wie UNRWA und die palästinensische Zivilschutzbehörde warnen vor massiv steigenden Gesundheitsrisiken. Seit Beginn der Winterstürme kamen nach Angaben palästinensischer Behörden mindestens 20 Menschen ums Leben, unter anderem durch Einstürze kriegsbeschädigter Gebäude.
Trotz des seit Oktober 2025 bestehenden Waffenstillstands behindern anhaltende Restriktionen seitens Israels den Einlass dringend benötigter Hilfsgüter. Hilfsorganisationen fordern uneingeschränkten humanitären Zugang, um eine weitere Eskalation der Katastrophe zu verhindern.
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